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Geschichtsforum der SPD

09.06.2020

Helga Grebing

Die Erforschung der Geschichte der Arbeiter*innenbewegung ist ohne den Namen Helga Grebing nicht denkbar. Sie gilt auf diesem Feld als eine der herausragenden Geschichtswissenschaftler*innen im 20. Jahrhundert. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat im Juni 2020 eine Broschüre veröffentlicht, welche die wichtigsten Beiträge einer Tagung zur Erinnerung an Helga Grebing dokumentiert. Auf über 30 Seiten verzeichnet sie auch die Publikationen der 2017 verstorbenen Historikerin. Die Broschüre kann kostenlos heruntergeladen werden:

Zum Themenportal der FES

Broschüre (3 MB)

04.06.2020

Das Ende der Teilung Deutschlands begann in Polen

In diesem Jahr feiern wir dreißig Jahre deutsche Einheit. Diese glückliche Lösung der deutschen Frage verführt leider häufig dazu, eine nationale Perspektive einzunehmen. Dabei war die deutsche Frage stets eine europäische.

Eine neue Kolumne "im Rückspiegel" des Geschichtsforums der SPD von Jan Claas Behrends auf vorwärts.de

29.04.2020

Kolumne auf vorwärts.de

Ab Mai wird das SPD-Geschichtsforum mit einer neuen Kolumne auf vorwärts.de vertreten sein. Unter dem Titel „Im Rückspiegel“ werden wechselnde Autor*innen historische Ereignisse, die für die SPD bedeutend sind, beleuchten. Im Rückspiegel eines Autos sieht man bekanntlich nach hinten, aber wenn man ihn etwas kippt bzw. dreht, sieht man sich selbst. Um Vergangenheit und Gegenwart soll es in der Kolumne gehen.

Hier gehts zu ersten Kolumne.

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27.03.2020

Geschichtsforum lehnt "Archivzentrum SED-Diktatur" ab

Das Geschichtsforum hat sich am 27. März in einer Videokonferenz u. a. mit dem Namen des geplanten Archivzentrums in Berlin-Lichtenberg befasst. Dort sollen die Archivbestände der Stasi-Unterlagenbehörde mit anderen Dokumenten, die früher in DDR-Archiven lagen, zusammengeführt werden. Einstimmig wurde diese Stellungnahme beschlossen:

10.02.2020

++++ABSAGE++++ABSAGE++++Der Kapitalismus und die Lage der arbeitenden Bevölkerung. Friedrich Engels und die Entwicklung seitdem.

Vor 200 Jahren kam Friedrich Engels in Barmen zur Welt, vor 125 Jahren starb er in London. Engels war Mentor der Gründergeneration der deutschen Arbeiterbewegung. Willy Brandt nannte ihn einen “großen Wegbereiter der sozialen Demokratie”. Das Geschichtsforum der SPD würdigt Friedrich Engels, indem es sein berühmtestes Werk “Die Lage der arbeitenden Klasse in England” zum Ausgangspunkt der Diskussion nimmt. Bis heute gilt es als Standardwerk für die Beschreibung des “Frühkapitalismus”. Doch sind derartige Zustände überwundene Vergangenheit? Der Blick auf sogenannte “Billiglohnländer” weckt Zweifel, ob dem so ist. Und wie steht es darum in Deutschland?

Kristina Meyer und Bernd Rother,
05.02.2020

Zur Ministerpräsidentenwahl in Thüringen

Am 23. Januar 1930 verhalfen Parteien, die sich selbst als bürgerlich bezeichneten, der NSDAP in Thüringen zur ersten Regierungsbeteiligung auf Landesebene: Aus dem „Experimentierfeld“ (Adolf Hitler) wurde bald der „Mustergau“ Thüringen – ein Vorzeigeprojekt des Nationalsozialismus.

13.01.2020

Neubeginn 1945Die Wiedererrichtung der SPD nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs

Noch bevor das NS-Regime im Mai 1945 kapitulierte und ganz Deutschland von den alliierten Truppen befreit wurde, fanden sich Menschen an zahlreichen Orten des Landes zusammen, um den Wiederaufbau der von den Nationalsozialisten 1933 verbotenen SPD in Angriff zu nehmen. Viele Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die sich dem System widersetzt hatten und von ihm verfolgt worden waren, begannen noch in den Lagern und Zuchthäusern mit den Planungen für den demokratischen Neubeginn – Kurt Schumacher im Konzentrationslager Neuengamme, Hermann Brill in Buchenwald, aber auch viele unbekanntere Widerstandskämpferinnen und -kämpfer. Sie alle einte der Gedanke, nach zwölf Jahren Diktatur, Unterdrückung und Massenmord eine Partei wiedererstehen zu lassen, die die deutsche Gesellschaft in eine demokratische, freiheitliche und sozial gerechte Zukunft führen sollte. Ein zentraler Aufruf war nicht erforderlich: An vielen Orten entstand die SPD durch die Initiative Einzelner wieder, die damit einen unschätzbaren Beitrag zum demokratischen Neuanfang leisteten.

Das SPD-Geschichtsforum appelliert an alle Bezirke, Unterbezirke und Ortsvereine, an die Wiedererrichtung unserer Partei zu erinnern und den 75. Jahrestag dieses Neubeginns auf der lokalen Ebene in einer Weise zu gestalten, die das sozialdemokratische Engagement der damals aktiv werdenden Menschen vor Ort in den Mittelpunkt stellt.

18.12.2019

Kein „Vogelschiss“!

Der Historiker Moritz Hoffmann hat für die Friedrich-Ebert-Stiftung eine Analyse der geschichtspolitischen Argumentationsmuster der AfD und anderer Rechtspopulisten erarbeitet. Die wichtigsten Ergebnisse wurden auf der letzten Sitzung des Geschichtsforums debattiert. Die Broschüre, gemeinsam herausgegeben vom Archiv der sozialen Demokratie und vom Forum Berlin der FES, steht hier als PDF Download bereit.

27.11.2019

Erklärung zum Entzug der Gemeinützigkeit der VVN-BdA

Die Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) und das Geschichtsforum der SPD protestieren gegen die Entscheidung der Finanzverwaltung des Landes Berlin, der VVN-BdA die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Diese Entscheidung zeugt von einer völlig unzureichenden historischen Sensibilität. AvS und Geschichtsforum gehen fest davon aus, dass der fachlich zuständige Berliner Finanzsenator die Entscheidung revidieren wird.

Wolfgang Kopitzsch und Holger Martens für die AvS

Kristina Meyer und Bernd Rother für das Geschichtsforum

04.11.2019

Neue Museen braucht das Land?

von Kristina Meyer und Bernd Rother

Achtzig Jahre ist es her, dass mit dem Überfall Hitler-Deutschlands auf Polen der europäische Teil des Zweiten Weltkriegs begann – der Auftakt zu einem Vernichtungskrieg gegen Millionen von Menschen, die aus Sicht der Nationalsozialisten als „minderwertig“ galten. Die Verbrechen, die Wehrmacht, SS und Polizeibataillone in den ersten Wochen und Monaten nach dem Einmarsch in Polen begingen, sind im historischen Wissen der Deutschen kaum präsent. Entsprechende Befürchtungen, der runde Jahrestag des Kriegsbeginns würde nicht genügend Aufmerksamkeit und Würdigung erfahren, haben sich jedoch nicht bestätigt: Erneut bewies Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein feines Gespür für glaubwürdige Gesten und Worte auf historischem Terrain, als er mit seinem polnischen Amtskollegen am 1. September die Kleinstadt Wielun besuchte – das erste und doch bis heute kaum bekannte Ziel deutscher Bombenangriffe auf das Nachbarland.

Bereits kurz vor Steinmeiers Polenreise hatte die Idee eines „Denkmals für die polnischen Opfer der deutschen Besatzung 1939-1945“ für viel Diskussionsstoff gesorgt – eine parlamentarische Initiative, die Ende August bereits von 240 Bundestagsabgeordneten unterstützt wurde und inzwischen vermutlich eine Mehrheit finden würde. Gegen die Idee wurden aber umgehend auch Einwände laut: Zum einen monieren Kritiker, dass ein auf Polen beschränktes Denkmal einer Nationalisierung des Gedenkens und Geschichtsbewusstseins Vorschub leisten und zudem die berechtigte Forderung nach ebensolchen Denkmälern für andere Staaten und Nationen nach sich ziehen würde. Zum anderen könne ein Denkmal allein kaum zum Nachdenken anregen, geschweige denn das Wissen über die in Polen verübten Verbrechen mehren; daher sei ein Denkmal nur dann sinnvoll, wenn es mit einem Ort der Information und Dokumentation verknüpft werde.