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22.06.2021

80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion

Der SPD-Parteivorstand hat auf seiner Sitzung am 21. Juni 2021 eine Resolution zum Thema „80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion“ verabschiedet:

Mit dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni 1942 begann eine weitere grausame Etappe des Zweiten Weltkriegs. Für die nationalsozialistische Führung war der Kampf gegen die Sowjetunion ein „Krieg zweier Weltanschauungen“, der zu einem „Vernichtungskampf“ werden sollte. Dementsprechend brutal war das Vorgehen. Die unfassbare Barbarei des nationalsozialistischen Deutschlands kostete in der Sowjetunion so vielen Soldaten und Zivilist*innen das Leben wie in keinem anderen Land. In einer unheilvollen Verbindung aus militärischen Operationen und völlig ungehemmtem Terror gegen die Bevölkerung, darunter die zahlreichen jüdischen Bürger*innen der Sowjetunion, wurden ganze Landstriche skrupellos ausgebeutet, Städte, Dörfer und Regionen ausgehungert und verwüstet. Auf Seiten der Sowjetunion starben über zwanzig Millionen Menschen. Noch auf dem Rückzug hinterließen deutsche Truppen nichts als verbrannte Erde.

Wir verneigen uns in Trauer und Respekt vor allen Opfern und halten ihr Andenken in Ehren. Wir erkennen, in welchem Ausmaß der rassistisch und ideologisch motivierte Eroberungs- und Vernichtungskrieg die Völker der Sowjetunion und ihre Gesellschaften geprägt und ihre Geschicke für Jahrzehnte mitgeprägt hat. Das unfassbare Leid der Menschen hat über Generationen tiefe Spuren hinterlassen.

Dieses dunkle Kapitel der Geschichte begreifen wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten als fortwährenden Auftrag, für Frieden und Verständigung einzustehen und Brücken zwischen Menschen und Gesellschaften zu bauen. Ideologie und Hass dürfen nie mehr die Oberhand gewinnen.